Referatsfolien / Uni-Seminar

January 15th, 2007 by chimera

Ich hatte auf der Uni zwei Referate zu Geschlechterforschung & Informatik. Eines davon über die Hackerkultur am Norwegian Institute of Technology (NIT) und das andere über einen Teil von Valeska Lübkes Buch “Cybergender - Geschlecht und Körper im Internet“.

Zu beiden habe ich Präsentationsfolien gemacht, die ich euch nicht vorenthalten möchte.

Zu Internet und Genderswapping, dem Thema des zweiten Referats, werde ich auch noch den einen oder anderen Text schreiben, aber derzeit haben (leider) andere universitäre Dinge Vorrang. (Und da wäre natürlich noch eine neue Regierung, die in vielerlei Hinsicht zum Kotzen ist.)

Posted in geschlechter im internet | Tags: , , , | No Comments »

iambic² - Under these stars, we’ll sleep again

January 15th, 2007 by chimera

under these stars, we'll sleep againWieder ist auf laridae eine wirklich ausgezeichnete platte veröffentlicht worden. iambic² macht musik, die de:bug folgendermaßen bezeichnet:

Ganz fein. Ganz zart. Ein hauchdünner goldener Streifen Indietronica. Da ein Klavier, da mal eine Gitarre, da mal liebevolles Knistern. Ein wunderbares Album (…)

Dem kann ich wenig hinzufügen. Einfach reinhören.

Posted in creative commons | Tags: , , , | No Comments »

laridae - encoded highs and lows

January 4th, 2007 by chimera

laridae ist ein kleineres (scheinbar in .at ansässiges, wenn mensch das so sagen kann) Netlabel. Im Dezember kam “wencoded“, eine Compilation der diversen laridae-Artists, heraus. Besonders gut geällt mir davon dualcore von schaua & kompaqt.core sowie disappear von 2sleepy. Auf laridae wurde ich ebenfalls über De:Bug aufmerksam, hatte allerdings scheinbar schon ein Lied von dem sampler zum temp~festival 2005 auf meiner festplatte.

Posted in creative commons | Tags: , | No Comments »

mixotic (formerly zerinnerung)

January 4th, 2007 by chimera

Ich bin ja noch relativ neu in der Netlabel-Welt, weshalb ich den Podcast des Magazins meines Vertrauens (mehr oder weniger konsequent) verfolge: Über den De:Bug-Podcast bin ich heute bei mixotic gelandet. Das Netlabel hieß früher zerinnerung, ein Name der mir schon öfters untergekommen ist.

Mixotic ist ein Netlabel für Netaudio-DJ-Mixes:

Mixotic (formerly Zerinnerung) is a netlabel focused on netaudio DJ mixes.

The range of styles is quite open but it’s all about electronic music in the broadest sense.

All mixes are free to download under the terms of a Creative Commons License.

Unter dem Titel “World Wide Trip 2006” hat DJ L’embruille einen (chronologischen) Mix mit Highlights des Netaudio-Jahres 2006 gemacht. Mixes von DJ L’embruille habe ich das erste Mal über chiffremag zu hören bekommen (die Seite scheint leider seit langem nicht mehr aktualisiert zu sein). Mir gefällt der Mix sehr gut.

Außerdem habe ich den feinen Ambient-Mix “Airport Campaign” von Moritz Banaani angehört, auch der gefällt mir sehr gut. recht viel mehr Zeit hatte ich noch nicht, aber da warten offensichtlich noch Unmengen an Mixes aufs Anhören.

Nachtrag: Ich höre soeben The Ascent - Unsigned, auch ein sehr sehr feiner mix, trifft meinen Geschmack sehr gut.

Posted in creative commons | Tags: , , | No Comments »

virtuelles Crossdressing

January 3rd, 2007 by chimera

Irina Gangl, Friederike Rumschöttel, Gerald Zahn schreiben in ihrem Text “Virtuelles Crossdressing - Identitätskonstruktion via Cyberspace” über die Möglichkeiten, die sich ergeben, wenn mensch sich als ein anderes Geschlecht oder ohne Geschlecht in ein MUD einloggt:

Muds bieten also die Möglichkeit ein Selbst zu konstruieren, das einem womöglich besser erscheint, als sein reelles Ich.

In erster Linie finde ich den Begriff des “virtuellen Crossdressings” nett. In dem Text wird kurz auf die Folgen des virtuellen Crossdressings eingegangen:

Im Internet kann das Crossdressing (einloggen als das andere Geschlecht) Probleme hervorrufen. Z.B.: Wie beeinflußt das Geschlecht Sprache und Verhalten und das Sprechen über Erfahrungen.
Das “echte” Geschlecht zu erraten, wird zum Sport. Neutrale Charaktere verunsichern andere MUD-Teilnehmer. Das Wissen über das “wirkliche” Geschlecht vermittelt auch in dem eigentlich anonoymen Rahmen des Internets so etwas wie Sicherheit. Geschlechtliche Differenzierungen sind offensichtlich eine der wenigen Orientierungspunkte in der virtuellen Welt geblieben.

Leider ist der Text nicht sehr ausführlich, aber schon alleine für den Begriff bin ich sehr dankbar :-)

Posted in geschlechter im internet | Tags: none | No Comments »

Lara Croft: “Alte Puppe im neuen Cyberspace”

January 3rd, 2007 by chimera

Auf der Suche nach Informationen zu Geschlecht und Internet kam ich auf einen Text von Marli Feldvoss über Lara Croft (letztes update 2002):

Die draufgängerische und coole Grabräuberin Lara Croft mit der opulenten Oberweite, dem schwingenden dunklen Zopf, dem herausfordernden Blick über dem Brillenrand, den kurzen Shorts, hüfthohen Pistolenhalftern und rustikalen Boots war überhaupt die erste nennenswerte interaktive Heldin (…)

Der Text ist nicht allzu lang und meines Wissens gibt es zu Lara Croft bereits relativ viel Literatur (aber sie interessiert mich nur am Rande). Der Text geht auch auf einen möglichen postfeministischen Anspruch von Lara Croft ein:

Die Vielschichtigkeit der Figur und ihre kämpferische Ausdauer als Abenteurerin und Archäologin verleihen ihr ein Bewegungspotenzial, das eindeutig über dem Frauen zugebilligten Durchschnittswert liegt. Auch ihre zwischen Unisex und erotischen Signalen oszillierende Ausstrahlung scheint eher auf Komplexität, Widersprüchlichkeit und Offenheit zu zielen.

Auch zu diesem Aspekt gibt es bestimmt weitere Informationen, die ich nicht kenne. Lara Croft ist aber sicherlich für andere lebensnah aussehende weibliche Avatare in 3D-Spielen ein Einfluss gewesen.

Nachtrag: Ein Artikel von Diedrich Diederichsen in der taz zu Lara Croft.

Posted in geschlechter im internet | Tags: none | No Comments »

23c3 und Frauen, Teil II

January 3rd, 2007 by chimera

Auch netzpolitik.org hat ein Posting zum 23C3 und Frauen, und zwar anlässlich eines Artikels der FAZ, “Die neue Hack-Ordnung“, der sich um Frauen im CCC am Beispiel Constanze Kurz dreht:

Sie schreibt an einer Dissertation über „Überwachungstechnologien“ und hält Vorlesungen zur „Geschichte der Verschlüsselung“ an der Universität. „Aber da kann ich nicht politisch argumentieren“, sagt sie, „sondern nur wissenschaftlich. Ich bin aber ein zutiefst politischer Mensch.“ Sie repräsentiert die neue Zeit im CCC: weiblich, technikaffin, politisch engagiert.

Allerdings dreht sich der Artikel sonst eher um den CCC als politischen Akteur und weniger um die Rolle, die Frauen darin spielen. (Gut, es wird darauf hingewiesen, dass es wenige sind und dass Constanze bei der Gestaltung des 23C3 dabei ist, aber sonst?) Besonders spannend finde ich den ersten Absatz des Berichts:

Sie ist eine Frau. Schon dadurch fällt sie auf. Constanze Kurz, blonder Zopf, 32 Jahre alt, sitzt zwischen vier Männern auf dem Podium.

Mensch vergleiche diese Passage mit dem Beispiel im mädchenblog.

Aber Constanze ist selber definitv politisch und technik-affin, netzpolitik hat auch ein Interview mit ihr vom Jänner 2006.

Posted in geschlechter im internet | Tags: , , , , , | No Comments »

Annalee Newitz am 23C3

January 3rd, 2007 by chimera

Annalee Newitz hielt am eben vergangenen 23C3 einen Vortrag mit dem Titel “Revenge of the Female Nerds”. Ich war selber nicht am 23C3, (weil mich das EAST erh,egg nicht wirklich ansprach, aber vielleicht sollte ich es mir nächstes Jahr doch einmal ansehen) aber in diversen Blogs gibt es Berichte zu dem Vortrag.

Das mädchenblog widmet dem Vortrag zwei Beiträge und zahai schreibt dort etwas, was ich am EAST erh, egg ähnlich empfand:

sei es die unterstellung, mensch sei nur wegen der “sozialen aspekte” auf einem internationalen hackercongress, bzw als die “freundin von …”, oder der zwang, weit besser zu sein als die männlichen kollegen, nur um gleichermaßen respektiert zu werden.

sv schreibt ebenfalls im mädchenblog, was meines Erachtens eines der grundlegenden Probleme bei Frauen und Technik/Computer ist:

entweder, Frauen werden nicht wahrgenommen und übergangen, oder sie bekommen extra Aufmerksamkeit, was meistens unangenehm ist

Ich denke, hier ist es nicht leicht, eine gute Balance zu finden, außerdem liegt diese auch von Person zu Person wo anders. Aber auch hier ist es wieder besonders wichtig, dass die Initiative primär von Frauen ausgeht. Hier ist es ähnlich wie bei diversen Förder-Programmen für Frauen in die Technik, viele wollen in erster Linie ihr Ding machen können, ohne ständig das Gefühl zu haben, eine Sonderbehandlung nötig zu haben. Sammelsurium hat in ihrem/seinem Blog ein Interview mit Annalee Newitz niedergeschrieben, das ebenfalls diese schwierige Frage behandelt:

No, women in situations such as here become visible in ways that are uncomfortable to them.
But on the other hand: Here in Berlin are more female speakers than I expected and the organizing committee tried actively to get women in. And that shows, that if you do make outreach to women, they come and the situation becomes more balanced.

Es kommt also scheinbar vor allem darauf an, wie mensch auf Frauen zugeht bzw. in welchem Kontext. Wenn es um die Konzeption und das Bestimmen der Inhalte eines Kongresses (oder anderer Veranstaltungen oder gar “Produktionen”) geht, dann ist es sinnvoll, während dem Kongress selber ist es wahrscheinlich am besten, einfach bei den inhaltlichen Fakten zu bleiben.

Scrupeda hat auch einen Blog-Eintrag zu dem Vortrag.

Posted in geschlechter im internet, veranstaltungen | Tags: none | No Comments »