Annalee Newitz hielt am eben vergangenen 23C3 einen Vortrag mit dem Titel “Revenge of the Female Nerds”. Ich war selber nicht am 23C3, (weil mich das EAST erh,egg nicht wirklich ansprach, aber vielleicht sollte ich es mir nächstes Jahr doch einmal ansehen) aber in diversen Blogs gibt es Berichte zu dem Vortrag.
Das mädchenblog widmet dem Vortrag zwei Beiträge und zahai schreibt dort etwas, was ich am EAST erh, egg ähnlich empfand:
sei es die unterstellung, mensch sei nur wegen der “sozialen aspekte” auf einem internationalen hackercongress, bzw als die “freundin von …”, oder der zwang, weit besser zu sein als die männlichen kollegen, nur um gleichermaßen respektiert zu werden.
sv schreibt ebenfalls im mädchenblog, was meines Erachtens eines der grundlegenden Probleme bei Frauen und Technik/Computer ist:
entweder, Frauen werden nicht wahrgenommen und übergangen, oder sie bekommen extra Aufmerksamkeit, was meistens unangenehm ist
Ich denke, hier ist es nicht leicht, eine gute Balance zu finden, außerdem liegt diese auch von Person zu Person wo anders. Aber auch hier ist es wieder besonders wichtig, dass die Initiative primär von Frauen ausgeht. Hier ist es ähnlich wie bei diversen Förder-Programmen für Frauen in die Technik, viele wollen in erster Linie ihr Ding machen können, ohne ständig das Gefühl zu haben, eine Sonderbehandlung nötig zu haben. Sammelsurium hat in ihrem/seinem Blog ein Interview mit Annalee Newitz niedergeschrieben, das ebenfalls diese schwierige Frage behandelt:
No, women in situations such as here become visible in ways that are uncomfortable to them.
But on the other hand: Here in Berlin are more female speakers than I expected and the organizing committee tried actively to get women in. And that shows, that if you do make outreach to women, they come and the situation becomes more balanced.
Es kommt also scheinbar vor allem darauf an, wie mensch auf Frauen zugeht bzw. in welchem Kontext. Wenn es um die Konzeption und das Bestimmen der Inhalte eines Kongresses (oder anderer Veranstaltungen oder gar “Produktionen”) geht, dann ist es sinnvoll, während dem Kongress selber ist es wahrscheinlich am besten, einfach bei den inhaltlichen Fakten zu bleiben.
Scrupeda hat auch einen Blog-Eintrag zu dem Vortrag.