September 8th, 2007 by chimera
Wie nicht schwer erkennbar ist randnotiz.net seit Monaten inaktiv… tja leider
Ich bin relativ weit weg gekommen von dem Thema Geschlechter im Internet und auch food communities fand ich schlussendlich nicht wirklich weiter spannend. Aber jetzt gerade läuft das Ars Electronica Festival, wodurch mein Interesse an netzpolitischen Themen wieder stärker geworden ist. Ob ich mich aber mit einem speziellen Thema beschäftigen werde und ob ich darüber dann hier schreiben werde weiß ich noch nicht.
Ein paar spannende Ideen hätte ich schon im Kopf, aber die zu verfolgen würde doch einigen Aufwand bedeuten und da bin ich mir nicht sicher, ob ich die nötige Freizeit habe. Ein paar Ideen seien hier kurz skizziert:
- Ein queerer Streifzug durchs Internet (verschiedene Communities wie Flickr, MySpace etc. möglichst vieldeutig und widersprüchlich “personalisieren”, als kleines Filmchen oder Präsentation).
- “reclaim the web”: wie kann das Internet, besonders das Web 2.0 für direkte Aktionen verwendet werden bzw. wie wird es bereits verwendet? Oder sind Blogs und die Communities an sich sowieso Werkzeuge der direkten Aktion?
- und eine eher interface-/design-lastige Fragestellung: Weshalb wird Second Life bzw. ähnliche “virtuelle Welten” als die Zukunft gesehen? Weshalb wird versucht, die physische Real Life-Welt möglichst exakt nachzubauen? Ist es nicht viel eher so, dass es für viele Aufgaben und Tätigkeiten viel bessere Möglichkeiten gibt? (Ist wohl eine ähnliche Diskussion wie es bei Desktopumgebungen noch immer einen Papierkorb, Ordner und eben den “Desktop” gibt.)
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September 8th, 2007 by chimera
heise berichtete gestern über “Barbies mit Bart: Verhaltensforschung in Second Life“:
Gender-Bending ist eine beliebte Spielart in virtuellen Welten, in denen Avatare frei entworfen werden können. So ist in erotisch aufgeladenen Umgebungen wie Second Life nicht immer sofort klar, ob hinter dem scharfen Barbie-Avatar nicht ein Schnauzbartträger aus Wanne-Eickel steckt. Die Wirtschaftsinformatikerin Mareike Schoop von der Universität Stuttgart-Hohenheim meint, dass Barbie ihren Schnäuzer nicht vollständig kaschieren kann und will mit einem Forschungsprojekt unter anderem aufzeigen, wie unterschiedlich sich Frauen und Männer online verhalten.
Die Schwerpunktsetzung dürfte doch anders sein als bei “Second Life, Second Gender?“, weil weniger Wert auf “neue” Geschlechter gelegt wird, als auf “klassisches” Gender-Swapping (d.h. kein Ausbrechen aus der binären Geschlechteridentität). Außerdem wird in dem Artikel das erotische Betont, was ja meines Erachtens bei weitem nicht das einzige ist, worüber mensch Geschlechter einteilt. Gut auf jeden Fall, dass sich hier etwas tut (und sogar auf heise Platz findet).
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April 23rd, 2007 by chimera
Es ist soeben ein neues Buch erschienen, dürfte interessant sein:
This collection draws together contemporary research into queer theory and practices, as they intersect with new media and communication technologies. It provides a synthesis of critical debates in these fields followed by empirical analyses of current and historical internet activities. These include, among others, a study of changing leathersex identities as meeting spaces moved from bars to online chat rooms, an investigation of the dynamics of racial identity as social sites moved from text-based to visually-based media and the tensions between community and audience identities inherent in commercial affinity portals.
The chapters investigate the relations between the technical, legal and industrial organization of online media and the queer practices that they facilitate. While scholarly and theoretically rigorous, its rich empirical detail makes Queer Online vital reading for activists and members of queer communities, in the academy and beyond.
hier zu beziehen (über die air-l mailing-liste)
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April 10th, 2007 by chimera
Emanzipation-oder-Barbarei schreibt in einem Blogeintrag über das StudiVZ und die Unmöglichkeit weder Mann noch Frau zu sein:
Wer sich nämlich bei der Anmeldung keine der beiden vorgegebenen Geschlechtsidentitäten (eben: männlivch/weiblich) entscheiden mag, wird schlicht und ergreifen nicht zugelassen.
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April 9th, 2007 by chimera
Ich bin kürzlich auf Bobby Baby aufmerksam geworden, und zwar, as usual, über einen mixotic-mix von Entactogen. Ich denke, ich mag besonders ihre Stimme (wie etwa in “In Ten Years From Now (acoustic version)“), aber auch das Simple an ihrer Musik gefällt mir sehr gut.
Bobby Baby hat bisher auf Corpid und Dive Records veröffentlicht. Und arbeitet scheinbar an einem Album. Ich bin schon mal sehr gespannt ^_^
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April 4th, 2007 by chimera
Die Leute von tech:babbel veranstaltet am 21. April eine Diskussion zu Second Life und Geschlecht, hört sich spannend an:
Sich dem seit einigen Monaten anhaltenden Rummel um das Online-Spiel der kalifornischen Firma Linden Lab zu entziehen ist gar nicht so einfach: Feuilletons, Kultur- Wissenschafts- und Gesellschaftsformate überschlagen sich im Tritschtratsch um die Online-Welt, die keine vordefinierten Spielziele nennt, und sich als Vorbild am good old RealLife(TM) orientieren soll.
So gibt es auch in SecondLife die Front National, sowie Demos gegen sie, und einen Exklusiv-Korrespondenten von Reuters, der über die virtuellen Proteste berichtet. Nicht wenige Menschen gehen in ihrem zweiten Leben einer Lohnarbeit nach und/oder nehmen durch den Verkauf virtueller Accessoires sogenannte LindenDollar ein, das mensch in hartes Echt-Geld umtauschen kann. Das Salzburger Wirtschaftsförderungsinstitut veranstaltet Lehrgänge für UnternehmerInnen die ihrerseits ein Stück vom Kuchen des Zweitlebens abbeißen wollen während andernorts bereits von einer Revolutionierung der Darstellung von Online-Content philosophiert wird.
Der Fokus unserer Betrachtung liegt weniger am ökonomischen Aspekt, als an den Möglichkeiten und Formen von Sexualität in Second Life zu leben. Wie ist das, wenn mensch völlig problemlos und jederzeit switchen kann, zwischen verschiedenen (vergeschlechtlichten) Körpern? Wie stellen sich Fragen nach Sexualität und Geschlecht überhaupt in einer Welt in der Körper - vielleicht doch nur scheinbar - maximal editierbar sind?
Wir würden gerne gemeinsam mit euch fragen und diskutieren. Es soll auch die Möglichkeit geben, in SL einzusteigen, um sich das ganze selbst anschauen zu können.
Stattfinden tut die Diskussion in 1010 Wien, Wipplingerstrasse 23. (Bekannt u.a. durch das que[e]r.)
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April 3rd, 2007 by chimera
Ich verfolge mehr oder eher weniger regelmäßig Richard Jones’ Log, weil er manchmal interessante python-dinge schreibt. Und nun stolperte ich über ein Posting bezüglich women and IT, nicht unbedingt das, was mensch bei einer developer-seite erwartet. Aber scheinbar war das auch Thema auf der letzten PyCon. Hat mich positiv überrascht
Er verweist außerdem auf die AussieChix, die australischen LinuxChix, mit - in der Tat - sehr coolem girl power logo. Nett. 
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April 3rd, 2007 by chimera
Ein sehr nettes Netlabel-Release ist Brain Tonic von Tofustaggerbush (wie oft ich das wohl falsch geschrieben habe/schreibe?). Peter Hadderley, der hinter Tofustaggerbush steht, hat damit ein sehr relaxtes, gemütliches, ja angeblich “hypermarmonic” Release auf Pharmacon Productions veröffentlicht. Ich bin über Sascha Müllers Mix “The Ambient Fields” auf Tofustaggerbush gekommen, besonders “Lost in Love” hat es mir angetan.
Unbedingt reinhören!
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March 27th, 2007 by chimera
Morgen findet im que[e]r eine Veranstaltung von tech:babbel mit Corinna Bath statt:
Gender Mainstreaming ist in aller Munde. Es gilt, Geschlechterperspektiven in alle Bereiche, d.h. in den Mainstream hineinzubringen. In Bezug auf Informatik und IT wird dies meist so verstanden, dass unterschiedliche Zugänge von Frauen und Männern berücksichtigt werden sollen. Geschlechterdifferenzen werden eher betont als abgebaut; Defizite der technischen Kompetenz bei den Frauen gesehen.
Demgegenüber möchte ich den Blick auf die Technologien selbst richten und die in sie eingeschriebenen “Politik” diskutieren: Wie werden Geschlecht und andere Ungleichheitsstrukturen in technische Produkte eingeschrieben? Welche Alternativen zu den vorherrschenden Praktiken ließen sich vorstellen? Und was können Strategien sein, um Software und IT in einem gesellschaftskritischen und feministischen Sinne zu konstruieren?
Vortrag und Diskussion mit Corinna Bath
Eine gemeinsame Veranstaltung von que[e]r und tech:babbel
Also: Wenn möglich hinkommen!
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February 17th, 2007 by chimera
Ich kam zufällig auf den Blog von linux-nerdin, ibm-beschäftigte und KDE-developerin jhall (oder Canllaith). Sie beschreibt dort kurz kurz ihr Verhältnis als Frau und IT bzw. wie sie dazu gekommen ist und nicht hätte sollen:
My father on the other hand had often told me that I wasn’t very good at math and science. Because I believed this, I simply never tried. I chose subjects I thought I was good at and I had this message reinforced to me many times over my childhood, by numerous adults.
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